Misssbrauch der Religionsfreiheit
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Protest-Erklärung der „Plattform Christen und Muslime" vom 15. Mai 2009 |
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Die gute Zusammenarbeit innerhalb der Plattform ermöglichte eine rasche Klarstellung zu den politischen Entwicklungen, der auch kirchliche und politische Vertreter umgehend folgten. Die Plattform Christen und Muslime verurteilt den zunehmenden Missbrauch der Religionsfreiheit und der Meinungsfreiheit durch islamophobe und ausländerfeindliche Kräfte in Österreich.
Religiöse Symbole, etwa das christliche Kreuz, haben als Wahlkampfinstrumente in der Hand von Politikern, wie des FPÖ-Obmanns Heinz Christian Strache, nichts zu suchen. FPÖ-Plakate mit dem Slogan „Abendland in Christenhand" sind keine „kulturpolitische Aussage", wie behauptet wird, sondern richten sich in volksverhetzender Weise gegen islamische Mitbürger. |
Es wäre tragisch, würden Österreicherinnen und Österreicher in größerer Zahl in die Falle einer gnadenlos opportunistischen Politik gehen, die mit großer Regelmäßigkeit in Wahlkämpfen ihr „Christentum" entdeckt und dabei in bestürzender Weise dokumentiert, wie sehr sie Geist und Inhalt der christlichen Botschaft verfälscht. Wie leicht die Tendenzen einer verantwortungslosen Sprachverwilderung zum offenen Gesetzesbruch werden können, zeigt nicht nur die wachsende Zahl antiislamischer, sondern auch antisemitischer und neonazistischer Äußerungen durch einzelne Jugendliche, wie die jüngsten Vorfälle in Ebensee und Auschwitz beweisen.
Für die Plattform Christen und Muslime:
Botschafter i. R. Dr. Walter Greinert
Prof. Heinz Nußbaumer
Dr. Peter Pawlowsky
Dr. Paul Schulmeister



