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Tagung des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und des jordanischen Instituts für Interreligiöse Studien über "Religion und Zivilgesellschaft" - Kardinal Tauran: "Von den Religionen geht keine Gefahr aus" |
Amman-Vatikanstadt, 25.05.2009 (KAP) Christen und Muslime sollen gemeinsam für eine Kultur des Dialogs, gegen Gewalt und für den Aufbau demokratischer Staaten eintreten. Das geht aus dem Schlussdokument eines interreligiösen Treffens in der jordanischen Hauptstadt Amman hervor. "Religion und Zivilgesellschaft" war das Thema der gemeinsamen Tagung des Königlichen Instituts für Interreligiöse Studien und des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog. Es sei notwendig, die Jugend zum Respekt und zum Dialog und zur Zurückweisung jeder Form von Gewalt zu erziehen, wird in dem Schlussdokument betont. Religionen spielten eine besondere Rolle beim Aufbau einer Gesellschaft, die nicht nur auf Machtstreben gründet, so die Teilnehmer des Treffens.
Kardinal Jean-Louis Tauran, der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, sagte dazu im Gespräch mit "Radio
Vatikan": "Es ist wichtig, dass die muslimischen Gläubigen mit uns übereinstimmen, dass unsere beiden Religionen Werte vermitteln sollen, die zum Aufbau von Kultur und Gesellschaft beitragen, damit die Menschen in Freiheit und gegenseitigem Respekt leben können. Von den Religionen geht keine Gefahr oder Bedrohung aus, sie leisten vielmehr einen Beitrag zum Gemeinwohl".
Die Nahost-Reise des Papstes habe in den Beziehungen zwischen Christentum und Islam zwar keine neue Seite aufgeschlagen, erklärte Tauran nach dem Treffen, doch die positive Resonanz auf den Besuch Benedikts XVI. in der Hussein-Moschee in Amman und im Jerusalemer Felsendom habe auch die Tagung positiv beeinflusst.
Die Ansprachen des Papstes hätten klar die Verbindung zwischen Vernunft und Glaube, zwischen Glaube und Kultur dargelegt, erinnerte
Tauran: "Ich denke, der Papst hat sehr gut gezeigt, wie die Gläubigen der drei großen Religionen Werkzeuge für den Frieden sein können. Nicht die Religionen führen Krieg, sondern einzelne ihrer Anhänger".
Eine nächste gemeinsame jordanisch-vatikanische Tagung ist innerhalb der nächsten zwei Jahre in Rom geplant.
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