Faszinierende und erschreckende Facetten multikultureller sowie multireligiöser Begegnung
Dem Team um Prof. Matthias Scharer vom Institut für praktische Theologie der Universität Innsbruck ist es gelungen, eine spirituelle Begegnung zwischen Christen und Muslimen zu ermöglichen. Mit großem Einfühlungsvermögen ist Platz geschaffen für Gebet, Begriffsklärungen, Begegnung und Austausch, Knüpfen von neuen Kontakten und Vertiefung bestehender Kontakte.
Am Donnerstag, 10. April 2008 führte Prof. Scharer in die Thematik der Tagung ein und die Teilnehmer der Tagung zueinander. Aus christlicher und muslimischer Sicht erfolgten Statements zu den Begriffen "heilig" und "tabu", die in Kleingruppen reflektiert wurden. Schon wenige Stunden nach Beginn (der Schreiber dieser Zeilen traf erst mittags ein), war dieser eine Geist spürbar.
Nachmittags wurden zuerst die Erfahrungen der Vorbereitung in Telfer Dialogprozess und aus der Conference in New York präsentiert.
In Workshops wurde die Fragestellung nach Erfahrungen mit heilig-tabu in der christlichen und muslimischen Glaubensweitergabe und im interkulturellen Dialog bedacht. Diese waren sehr konkret und praxisnah, ging es doch in den einzelnen Workshops um:
- um die ambivalente Wirkmacht öffentlicher Religionssysmbole /Fällt uns der Kirchturm erst wieder auf, nachdem ein Minarett gebaut werden soll?)
- Frauenräume - Frauenträume in der Tradierung des Glaubens rund um Schwangerschaft, Geburt, Kindheit
- Glauben leben im Kindergarten
- Probleme und Chancen des Religionsunterrichtes
- Mann, Frau und Familienstrukturen bei Christen und Muslimen
- Sterben, Tod und Begräbnis
- Interculturell Communication (experiences of Pride and Shame)


