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***************************************************************** Hier finden Sie Gründungserklärung und einen Link für Ihre Unterstützungserklärung. Auch unsere weiteren Stellungnahmen ***************************************************************** |
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ERKLÄRUNG
Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner:
Akagündüz, Muhammet - Al-Rawi, Omar - Androsch, Hannes - Baghajati, Carla Amina - Baghajati, Tarafa - Baloch, Harald - Bauer, Dolores - Bock, Ute - Boltenstern, Erich - Brandauer, Klaus Maria - Brandstaller, Trautl - Bsteh, Petrus - Bünker, Michael - Busek, Erhard - Chalupka, Michael - Coudenhove-Kalergi, Barbara - Csoklich, Fritz - Derschmidt, Luitgard - Dörler, Elisabeth - Ekeci, Sirvan - Feichtlbauer, Hubert - Fenzl, Annemarie - Fischler, Franz - Friedrich, Max - Friedrich, Otto - Frischmuth, Barbara - Fürnsinn, Maximilian - Gauß, Karl Markus - Goisern, Hubert von - Greinert, Walter - Grubits, Peter - Harnoncourt, Philipp - Heine, Susanne - Jäggle, Martin - Karahasan, Dzevad - Koch, Max - Korun, Alev- Krätzl, Helmut - Küberl, Franz - Marboe, Peter - Marte, Hans - Nußbaumer, Heinz - Ott, Elfriede - Pawlowsky, Peter - Pelinka, Anton - Perner, Rotraud - Petritsch, Wolfgang - Rachlin, Julian - Riether, Edith (Initiative Weltethos) - Saleh, Andrea- Schakfeh, Anas - Scholz, Kurt - Schüller, Helmut - Schulmeister, Paul - Staikos, Metropolit Michael - Steiner, Ruth - Stillfried, Bernhard - Struppe, Ursula - Tausig, Otto - Weiser, Peter
Wir - die unterzeichneten Christen, Muslime und die anderen Unterstützerinnen und Unterstützer dieser Erklärung - haben in Österreich eine gemeinsame geschichtliche Erfahrung: sie lehrt uns, dass Begegnung bereichert, Stereotypen und Feindbilder aber den Frieden zerstören. Wir wissen: jede Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit, jede pauschale Verdächtigung und jedes verhetzende Wort gegenüber Menschen anderer politischer, religiöser und sozialer Herkunft kann eine Vorform auch physischer Gewalt sein.
Wir - Muslime und Christen - haben in Österreich eine gemeinsame Gegenwart. Längst schon gibt es keine getrennten Lebenswelten mehr. Hunderttausende Muslime gehören heute zur österreichischen Alltagsrealität, in allen Städten, Märkten und Dörfern unseres Landes. Überall dort fallen kleine Entscheidungen für ein Miteinander, für ein Nebeneinander oder für ein Gegeneinander. Diese Entscheidungen fällt jede und jeder von uns, im Reden und Handeln. Und manchmal würde es schon genügen, sich in den Anderen hinein zu versetzen.
Wir - Christen und Muslime in Österreich - haben eine gemeinsame Zukunft. Mit unserem Umgang prägen wir nicht nur das geistige und soziale Klima in Österreich, wir beeinflussen damit auch die politische Atmosphäre in Europa und indirekt das künftige Zusammenleben in einer globalen Schicksalsgemeinschaft.
Toleranz und Respekt im Umgang miteinander sind wichtig und unersetzlich, aber nicht genug: Christen und Muslime sind aufgerufen, einander besser zu verstehen, mehr voneinander zu wissen und zu lernen, mehr aufeinander zu achten und mehr miteinander zu leben.
Jeder Versuch, uns Christen und Muslime gegeneinander auszuspielen, widerspricht dem, was wir aus der Geschichte gelernt haben, es widerspricht unseren gemeinsamen Wünschen und den Erfordernissen, die unsere Heimat an uns stellt. Gemeinsam sind uns die Rechte und Pflichten als Mitbürger in einem demokratischen Rechtsstaat, gemeinsam das Bemühen um eine Kultur der Rücksichtnahme, gemeinsam die Solidarität mit allen, die sich zu unserem Land und seinen Gesetzen und Werten bekennen - und gemeinsam unsere Verantwortung vor Gott und den Menschen.
Wir laden alle, die dieses Anliegen teilen, ein, auch wenn sie keiner Glaubensgemeinschaft angehören, sich dieser Initiative anzuschließen.
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